Dorntherapie für das Schaf

… geht auch.

Und was hat das jetzt mit „Mensch-trifft-Hund.de“ und dem „Dogslumber®“ zu tun?

Auf dem ersten Blick vielleicht nicht so viel, auf dem zweiten dafür umso mehr.

 

Eine kleine Exkursion 

Letzten Samstag wurde es aufregend und ich habe einen ganzen Tag inmitten von Schafen verbracht…!

Meine Freundin Lena T. hält sich nämlich eine Gruppe „Bretonische Zwergschafe“ (=Ouessantschafe). Mit ihren gerade mal 46 – 49 cm Widerristhöhe, zählen sie zu der kleinsten Rasse. Ihre Schafe helfen aber nicht nur, die riesige Grasfläche abzuweiden, sondern sie werden sogar einen Job bekommen: in näherer Zukunft ist der Einsatz der Schafe in der Tiergestützten Arbeit mit Kindern geplant.

Als Lena mich also fragte, ob ich auch kommen möchte, wenn die Schafe geschoren werden, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Bis dato hatte ich nicht so wahnsinnig viele Berührungspunkte mit Schafen und hatte – obwohl sie so klein sind – wirklichen Respekt vor ihnen. Insbesondere vor den Böcken, die ja gerne und gut boxen können.

Aber Lenas Gruppe hat mich zu einem wahren Fan gemacht!

 

So verbrachte ich einen Tag bei den Schafen

und habe zugesehen, wie sie geschoren werden, wie man mit ihnen umgehen kann.

Die Wolle muss runter, hilft ja alles nix.

Danach waren alle sichtlich platt, auch für die Schafe war es aufregend:

Gerade bei dem schwarzen Bock kamen Unmengen an filzbarer Wolle runter!

Ausruhen im Sand….

Das ganze Geschehen, der ganze Tag hatte was unheimlich entspannendes, es „erdete“ mich ungemein. Es zählten keine Termine mehr, keine gehetzten Alltagsgedanken, kein „hätte, hätte – Fahrradkette“ mehr, sondern nur der Moment. Das Beobachten, das Fragestellen, das Interesse, das MIT-Ihnen-Sein.

Na gut, für Lena und die Schafschererin war das sicherlich alles andere als entspannend und zwischendurch müssen sie mich für eine durchgeknallte und völlig naturfremde Großstadttante gehalten haben, wie ich da so stand (hey, ich hab immerhin aufgepasst, dass die Schafe nicht flüchten), Fotos machte und Fragen stellte… 😉

Am Ende des Tages fühlte ich mich nicht nur entspannt, sondern sogar sicher. Sicher und wohl, so dass ich mich selbst zwischen den Schafen aufhielt und über mich hinaus wuchs:

Dorn Therapie für das Schaf

Nachdem die Wolle runter war und die Schafe mehr den Ziegen glichen, konnte ich ja auch was fühlen. Also, den Bock bei den Hörnern gepackt und was für den Hund gut ist, kann für das Schaf nicht schlecht sein:

Die Dorn Therapie ist ja ein Bestandteil vom Dogslumber® und ich glaube, der kleine Bock im Bild fand es jetzt gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall ist das ausbaubar. Und so konnte ich mich ein wenig bei den Schafen für den Tag revanchieren und ihnen was Gutes zurück geben.

Als ich damals meine Abschlussarbeit für das Studium geschrieben habe, habe ich mich genau mit diesem Thema auseinandergesetzt: „Entwicklung sozialer Kompetenz durch Tiergestützte Therapie“ (Link zum Buch – Verlagsseite). Dass tiergestützte Arbeit einfach wunderbar ist, davon bin ich nach wie vor überzeugt, aber wie gut sie mit Schafen wirkt, durfte ich nun selbst erleben.

Danke dafür!

Und sollte jetzt bei Jemandem das Interesse für das Projekt „Therapieschaf“ geweckt worden sein, so stelle ich dort gerne den Kontakt her. Es lohnt sich!