Blockaden … was?

Das „Konzept der Blockade“ stammt aus dem Bereich der Manuellen Medizin / – Therapie und findet auch nur hier Anerkennung.

In Berichten, auf Tierphysio- und Infoseiten begegnen uns immer wieder Sätze wie „… hatte eine oder mehrere Blockaden, welche gelöst werden musste(n)…“

Doch was ist das eigentlich genau, eine Blockade?

Unter einer Blockade versteht man eine vorübergehende (reversible) Einschränkung der Beweglichkeit.

Am häufigsten sind dabei die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke betroffen.
Am Beispiel der Wirbelsäule lässt es sich am einfachsten so erklären:
Die einzelnen Wirbel stehen über sogenannte Gelenkfortsätze miteinander in Verbindung. Durch eine falsche Bewegung oder auch Traumata wie Unfall, starker Stoß beim Spielen in die Seite etc., können sich diese ineinander „verhaken / verkanten“. Die Nerven und Muskeln reagieren sofort auf den Schmerzreiz. Die angrenzenden Muskeln verspannen sich und fixieren die Stelle in ihrer Fehlstellung. Die ursprüngliche Bewegung ist in ihrer Ausführung blockiert.
Davon können einer oder direkt mehrere Wirbel im gesamten Bereich der Wirbelsäule betroffen sein.

So ziemlich jeder Mensch kennt das von sich selbst: beispielsweise lässt sich der Kopf auf einmal nicht mehr so weit nach links drehen, wie gewohnt. Es tut weh und irgendwie scheint da was „im Weg zu sein“, die Bewegung ist wie … genau: blockiert. Manchmal schaffen wir es durch bewusstes Bewegen des Kopfes und Dehnen der Muskeln, dass es zu einem „Knacken“ kommt. Dieses ist wie eine Befreiung und die Blockade hat sich wieder gelöst.
So ergeht es dem Hund auch.

Die meisten Blockaden lösen sich von alleine wieder auf, sie sind so plötzlich verschwunden, wie sie gekommen sind. Also erst einmal: harmlos.

Und wenn nicht?

Doof wird es allerdings, wenn sie eben nicht so schnell verschwindet, wie sie gekommen ist. Das umliegende Gewebe verspannt und verhärtet sich immer mehr und wie oben bemerkt, wird die betroffene Stelle nahezu fixiert, so dass ein alleiniges lösen kaum mehr möglich ist. Der erfahrene Therapeut kann diese Stellen palpieren (ertasten) und mit entsprechender Technik so behandeln, dass die Blockade sich löst und ein fließender Bewegungsablauf wieder möglich ist.

Je länger diese Blockade bishin zur Fehlstellung andauert, desto gravierender können die Folgeerscheinungen werden. Eine Schonhaltung zieht auf kurz oder lang immer weitere Beschwerden mit sich. Von einer weiteren Verkrampfung der Muskeln bishin zu einem – auf dem ersten Blick – völlig diffusen Bewegungsablauf, weil durch die Fehlhaltung andere Bereiche mit betroffen sind.

Vermeintlich kleine Ursache mit großer Wirkung….